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Mohnöl ein ganz besonderes Speiseöl

Der Mohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Vermutlich wird er schon seit der Steinzeit von den Menschen genutzt. Hinweise auf den Mohn als wertvolle Heilpflanze finden sich in vielen Kulturen. Mohnöl wird aus den Samen des Mohns gepresst. Dazu werden unterschiedliche Mohnarten genutzt. Das Öl wird vorwiegend als Speiseöl genutzt. Aufgrund seiner sehr hochwertigen Inhaltsstoffe kann das Mohnöl seine gesundheitlichen Wirkungen in der kalten Küche am besten entfalten. Auch in der Medizin findet es in einigen Bereiche Anwendung. Vor allem die Linolsäure in den Mohnsamen macht aus dem Öl ebenso eine ideale Zutat für verschiedene Körperpflegeprodukte, wie beispielsweise Mohnöl Hautcreme.

Welche Mohnöl Arten gib es?

Es gibt ca. 50 bis 120 verschiedene Sorten der Pflanzengattung Mohn. Der rote Klatschmohn gehört hierzulande zu den bekanntesten Sorten. Er wird dem Schlafmohn zugeordnet, aus dem in der Regel

frisch gepresstes Mohnblütenöl

frisch gepresstes Mohnblütenöl

auch das Mohnöl gepresst wird. Die Basis für Mohnöl sind hauptsächlich Blaumohn, Graumohn und Weißmohn. Aus den winzigen Samen des Mohns, die nur ca. 2 mm groß sind, wird das Öl gepresst, sodass die korrekte Bezeichnung eigentlich Mohnsamenöl lauten muss. Es gibt aber auch das Mohnblüten Öl, welches durch das Einlegen der Mohnblüten hergestellt wird. Ein sogenanntes Auszugsöl wäre die Bezeichnung.

Das Speiseöl wird aus den Samen gewonnen, die Mohnsamen werden aus der Mohnkapsel herausgelöst und können dann verarbeitet werden. Die Gewinnung des Öls geschieht auf sehr schonende Art und Weise in Form von Kaltpressung, damit die empfindlichen Inhaltsstoffe des Mohns nicht zerstört werden. Je nachdem welche Mohnart man presst, entstehen verschiedene Mohnöl Arten. Sie unterscheiden sich vor allem im Mohnöl Geschmack und seinem Aussehen. Auch der Schalenanteil im Öl entscheidet über den Geschmack.

So schmeckt Öl von Weiß- und Graumohn leicht nussig, während Blaumohn herber und intensiver im Geschmack ist. Das liegt daran, dass die Samenschalen, die mit gepresst werden dicker sind.

Besonders bekannt ist das Waldviertler Mohnöl aus Österreich. In der Region Waldviertel zwischen Donau und tschechischer Grenze dreht sich alles um den Mohn und hier wird ein besonders hochwertiges Mohnöl, vor allem aus Graumohn, hergestellt. Mohnsamenöl wird von vielen Anbieter auch Bio Mohnöl angeboten.

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Inhaltsstoffe von Mohnöl

Mohn enthält viele wichtige Inhaltsstoffe. Damit diese bei der Produktion des Öls auch erhalten bleiben, muss die Pressung sehr vorsichtig durchgeführt werden. Daher wird fast immer eine kalte Pressung durchgeführt. Das Öl muss dann vor Hitze und Lichteinfluss geschützt werden. Dies ist vor allem bei der Anwendung und Lagerung zu beachten.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen von Mohnöl zählt die Linolsäure, eine ungesättigte, essenzielle Fettsäure, die dem Körper zugefügt werden muss, und grundlegende Funktionen im Organismus erfüllt. Sie gehört zu den Omega-6 Fettsäuren, die, wenn sie im richtigen Verhältnis mit Omega-3 Fettsäuren aufgenommen werden, positive, gesundheitliche Auswirkungen haben können. Vor allem für die Zellgesundheit, den Energie- und Sauerstoffhaushalt und die Herz-Kreislauf Funktion sind die Fettsäuren bedeutsam. Mohnöl enthält außerdem nahezu alle B-Vitamine, die wichtig für die Funktionen im Nervensystem sind. Auch Vitamin K findet sich in dem wertvollen Öl, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Vitamin E ist das dritte Vitamin in Mohnöl. Als Antioxidant kann es gegen Zellstress wirken. Zusätzlich sind auch die Mineralien und Spurenelemente Calcium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Mangan enthalten. Allesamt bilden sie die Grundlage für die Zellfunktionen des Körpers.

Mohn ist bekannt für seine sedierende Wirkung und unreife Mohnsamen bilden die Grundlage für die Herstellung des Schmerzmittels Opium. Hierfür ist der Gehalt an Morphin verantwortlich, das sich in sehr geringer Konzentration auch im Mohnöl findet.

Wirkung von Mohnöl auf die Gesundheit

Wenn man sich über die Inhaltsstoffe im Mohnsamenöl informiert, taucht schnell die Frage auf, ob Mohnöl gesund ist. Und tatsächlich kann Mohnöl durch seine wertvollen Inhaltsstoffe bei regelmäßiger Anwendung Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Es ist der Gehalt an hochwertigen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien, der diesen Effekt ausmacht. Die Mohnöl Zusammensetzung mit Vitamin E, B-Vitaminen, Magnesium, Calcium, Phosphor, Vitamin K und anderen elementaren Bausteinen des Organismus kann es zu einem wichtigen Bestandteil der Gesundheitsprophylaxe machen. Mohnöl kann als Speiseöl verwendet werden, aber auch äußerlich angewandt werden. So kann es beispielsweise über eine Mohnöl Massage oder in Form eines Körperpflegeproduktes vom Körper über die Haut aufgenommen werden.

Die Effekte sind ganzheitlich. Vor allem ist es die generelle Zellgesundheit, die von der Zusammensetzung profitiert. Wenn der Energiehaushalt der Zellen durch eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Stoffen gewährleistet ist, dann macht sich dies in einem besseren allgemeinen Befinden bemerkbar. Außerdem kann durch die antioxidative Wirkung Zellstress entgegengewirkt werden, sodass es auch zu einem leichten Anti Aging Effekt kommen kann.

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Besondere Eigenschaften von Mohnöl

Neben seinen wirkungsvollen Inhaltsstoffen hat Mohnöl noch einige weitere, besondere Eigenschaften. In Mohnöl ist Calcium enthalten, sodass es einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Osteoporose leisten kann. Mohnöl ist also auch für die Knochen gut.

Auch zum Duft des Öls gibt es eine wichtige Eigenschaft. Dieser ist abhängig von der jeweiligen Sorte, aus der das Öl gepresst wurde. Gemeinsam haben diese Öle aber, dass sie Stress mindernd wirken. Vermutlich spielt auch hier der Effekt des Morphins eine Rolle.

Die Mohnsamen sind außerdem so reichhaltig, dass sie auch schon in der Vergangenheit immer als ein besonders nahrhaftes und stärkendes Lebensmittel empfohlen wurden.

Medizinische Anwendung von Mohnöl

Mohnöl wird aus den Samen des Mohns gepresst. Aus dem Saft der unreifen Mohnsamenkapseln können Alkaloide gewonnen werden, aus denen dann u.a. Morphium und Codein hergestellt werden. Diese Stoffe wirken stark auf das Nervensystem ein. Codein wird u.a. als wirksamer Hustenlöser und Morphium als starkes Schmerzmittel eingesetzte. Bei beiden Stoffen besteht allerdings ein erhöhtes Abhängigkeitspotential. Auch Mohnöl weist noch einen geringen Anteil des in den Samenkapseln enthaltenen Morphins auf. Dieser ist allerdings bei richtiger Anwendung des Öls völlig frei von Risiko. Mohnöl kann aber durch diesen Wirkstoff bei bestimmten Beschwerden auch medizinisch eingesetzt werden.

Mohnöl bei Schlaflosigkeit

Ein Anwendungsgebiet, in dem Mohn schon vor Tausenden von Jahren genutzt wurde, sind Schlafprobleme. Hier ist es die beruhigende und dämpfende Wirkung des enthaltenen Morphins, die das Einschlafen am Abend und das Durchschlafen in der Nacht unterstützen kann. Morphin ist ein Opiat, das, je nach Dosierung bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen eingesetzt wird. Die Wirkung ist stark abhängig davon, in welchem Reifezustand der Mohn verarbeitet wird. In Mohnöl ist ein geringer Anteil an Morphin enthalten, der beruhigend wirken kann.

Mohnöl bei Schmerzen

Aus dem Saft der unreifen Samenkapseln werden Alkaloide gewonnen. Dazu gehören u.a. Opium, Morphin und Codein. Das Morphin ist in sehr geringen Mengen auch in Mohnöl enthalten und kann u.a. gegen Schmerzen helfen. So gehört z.b. eine Massage mit Mohnöl zu den alten Heilmethoden bestimmter Kulturen, da man dort schon um die Wirkung von Mohnöl in Bezug auf Schmerzen des Bewegungsapparates wusste. Aber auch andere Arten von Schmerzen auf neuraler Basis können mithilfe von Mohnöl eventuell gelindert werden.

Mohnblüten

Mohnöl bei Verspannungen

Das Morphin, das im Mohnöl enthalten ist, kann in höheren Dosen sowohl bei Schmerzen als auch bei Schlaflosigkeit helfen. Die allgemeine Reaktion, die es auf das Nervensystem hat, kann auch bei muskulären Verspannungen vorteilhaft genutzt werden. Verspannungen der Muskeln sind ein weit verbreitetes Problem und häufig ein Symptom von Stress. Wirkt das Mohnöl nun auf die Muskeln ein, kann es zu Entspannung beitragen. Es kann beispielsweise durch eine Massage auf die betroffenen Bereiche aufgetragen und einmassiert werden. Zusammen mit den entspannenden Impulsen der Massage entfaltet es dann in den Muskeln seine Wirkung und trägt zu einem verbesserten Wohlbefinden bei.

Mohnöl bei trockener Haut

Mohnöl ist ein besonders fettreiches Öl. Die enthaltene Linolsäure macht es zu einem idealen Pflegeprodukt für die trockene Haut. Denn Mohnöl wirkt rückfettend. Es sorgt dafür, dass der natürliche Fettfilm der Haut erhalten bleibt, oder sich bei Bedarf auch wieder aufbauen kann. Dieser Fettfilm, der eine wichtige Schutzfunktion für die Haut hat, kann durch Seife, Desinfektionsmittel oder zu häufiges Waschen zerstört werden. Gleichzeitig versorgt Mohnöl die Haut auch mit wichtigen Nährstoffen, die für die gesunde Funktion der Hautzellen elementar sind, und für Frische sorgen. Die antioxidative Wirkung des enthaltenen Vitamin E, schützt außerdem vor Zellstress.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Mohnöl

Neben der Anwendung als Speiseöl wird Mohnöl auch in der Kosmetik und Körperpflege verwendet, hier sorgen die Fettsäuren und Nährstoffe an Haut und Haaren für einen positiven Effekt, der zur Gesundheit der Haare und der Hautzellen beiträgt. Mohnöl zur Hautpflege und Mohnöl zur Haarpflege ist also eine gute Alternative im Bereich der natürlichen Kosmetik. Auch Salben und Cremes können daraus hergestellt werden. Besonders bewährt hat das Öl sich in diesem Bereich bei der Behandlung von Rötungen im Gesicht. Mohnöl ist gegen die sogenannte Couperose bei regelmäßiger Anwendung ein wirksames Mittel.

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Auch in der Medizintechnik wird Mohnöl verwendet. Hier ist es jodiertes Mohnöl, das als Kontrastmittel bei Röntgenuntersuchungen des Wirbelkanals eingesetzt wird.

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Die richtige Lagerung von Mohnöl

Mohnöl ist ein besonders empfindliches Produkt. Wie alle kaltgepressten hochwertigen Öle braucht es besondere Voraussetzungen zur Lagerung. Das Mohnöl sollte grundsätzlich nur in dunklen Flaschen erworben werden. Die meisten Hersteller, die qualitativ gutes Mohnöl produzieren, achten auch darauf, nur braune oder grüne Flaschen für die Abfüllung zu verwenden, damit es seine wertvollen Inhaltsstoffe nicht durch Lichteinfall verliert. Weiterhin ist auch die kühle Lagerung wichtig, denn auch Wärme und Hitze können die Wirkstoffe zerstören. Hier bieten sich der Kühlschrank oder eine kühle Speisekammer an. Empfehlenswert ist es auch, nur kleine Portionsgrößen zu kaufen. Denn je öfter Sauerstoff an das Öl gelangt, desto eher verliert es seine wertvollen Inhaltsstoffe.

Rezepte mit Mohnöl

Kochen mit Mohnöl ist einfach, denn als Speiseöl ist es leicht anzuwenden, und so lassen sich die wertvollen Inhaltsstoffe von Mohn in vielfältiger Art und Weise in der Küche einsetzen. Neben dem Genuss lassen sich so auch ganz nebenbei die positiven Effekte des Öls auf die Gesundheit nutzen. Mohnöl Rezepte nutzen nicht nur die besonderen Eigenschaften, sondern auch den feinen Geschmack des Öls. Die leicht nussige Note von Mohnöl verfeinert Salate, Dressings und andere Gerichte. Für die Zubereitung von Lebensmittel sollte am besten immer ein hochwertiges Mohnöl von einem namhaften und erfahrenen Hersteller verwendet werden – möglichst in Bio Qualität.

Salat mit Mohnöl

Dazu braucht man:

  • 400 g Feldsalat
  • 1 Rote Bete
  • 4 Radieschen
  • Gartenkresse
  • 4 EL Mohnöl
  • 2 EL Hanföl
  • Salz, Pfeffer
  • Etwas Zitronensaft

Zubereitung:

Der Salat, die Rote Bete und die Radieschen werden gewaschen. Dann reibt man mit einer Küchenreibe die Rote Bete und die Radieschen zu sehr dünnen Scheiben und vermischt sie mit dem Salat. Für das Salatdressing mit Mohnöl wird das Mohnöl mit dem Hanföl vermischt und mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft abgeschmeckt. Das Dressing wird erst kurz vor dem Servieren über den Salat gegeben.

Kartoffelsalat mit Mohnöl

Dafür braucht man:

  • 500 g Kartoffeln
  • Schnittlauch
  • 4 EL Mohnöl
  • 3 EL Rapsöl
  • 1-2 EL Apfelessig
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln werden in Salzwasser gekocht, dabei dürfen sie nicht zu weich werden. Dann lässt man sie abkühlen und schneidet sie in Scheiben. Aus dem Mohnöl, dem Rapsöl, dem Apfelessig, dem Kurkuma und Salz und Pfeffer wird nun ein Dressing angerührt, das mit den abgekühlten Kartoffeln vermischt wird. Der Kartoffelsalat muss nun für mindestens 3-4 Stunden durchziehen, damit die Kartoffeln das Aroma annehmen. Kurz vor dem Servieren schneidet man nun noch den Schnittlauch klein und gibt ihn zu den Kartoffeln.

Mohnkuchen mit Mohnöl

Dafür braucht man:

  • 500 g Quark
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Paket Puddingpulver
  • 1 Ei
  • 80 ml Mohnöl
  • 50 ml Kokosmilch
  • 100 ml Hafermilch

Man kratzt das Mark aus der Vanilleschote und mischt es unter den Zucker. Dann wird der Zucker in den Quark eingerührt und gleichzeitig das Mohnöl dazugegeben. Das Puddingpulver wird mit der Kokosmilch und der Hafermilch verrührt und das Ei untergezogen. Nun mischt man alle Zutaten zu einer festen Masse zusammen und gibt sie in eine Backform, die mit Öl ausgefettet wurde. Bei 170° für ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Fazit:

Mohnöl gehört zu den hochwertigen und besonderen Ölen, die Speisen verfeinern, und deren Inhaltsstoffe dem Organismus auf vielen Ebenen guttun. Die Verwendung von Mohnöl bereichert die Gesundheit, die vor allem von den essenziellen Fettsäuren und einer reichhaltigen Palette an Nährstoffen im Öl profitiert. Zusätzlich ist es nicht nur ein Speiseöl, sondern auch ein wertvolles Pflegeprodukt für Haut und Haar, das in keinem Haushalt fehlen sollte.